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Geschichte der Wasserversorgung

Öffentliche und private Grundwasserbrunnen, sogenannte „Zuckbrunnen” oder „Zucken”, dienten der Trinkwasserversorgung und auch für Feuerlöschzwecke.

Um 1530 wurde durch Herzog „Ernst der Bekenner” die erste „Wasserkunst” gegründet. Diese stellte mit einer Pumpanlage und einem Röhrensystem eine Oberflächenwasserversorgung aus der Aller dar, die letztlich bis in unser Jahrhundert hinein Bestand hatte.

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Gegenüber dem Grundwasser hatte das Flusswasser viele Vorteile. Es war leichter verfügbar, wegen des großen Regenanteils weicher (kalkärmer), eisenärmer und daher geschmacklich besser als Grundwasser.

Ende des 19. Jahrhunderts waren die Gewässer, aus denen Trinkwasser entnommen wurde, vielfach verseucht.

Im Jahre 1900 veranlasste der Celler Magistrat den Bau eines Wasserwerks in Garßen

Wasserwerk Garßen
Nachdem in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts der norddeutsche Raum von folgenschweren Cholera- und Typhus-Epidemien heimgesucht worden war, sahen sich die Celler Stadtväter veranlasst, die mit Allerwasser gespeiste „Wasserkunst” durch ein zentrales Grundwasserwerk zu ersetzen. Die Bevölkerung sollte hygienisch einwandfreies Wasser bekommen.

Bei Probebohrungen stieß man in den Dammaschwiesen auf Wasser von einwandfreier Beschaffenheit in leider nicht ausreichender Menge. Dagegen gab es in Westercelle reichlich Wasser, das aber wegen der chemischen Zusammensetzung nicht als Trinkwasser genutzt werden konnte. Ein Bohrloch in Vorwerk ergab ebenfalls wasserführende Schichten. Weitere Untersuchungen wurden aber nicht vorgenommen, weil zwischenzeitlich durch Zufall ein großes Grundwasserreservoir in der Nähe des Dorfes Garßen entdeckt worden war.

Entwicklung des Wasserwerkes Garßen
Im ersten Jahr der Wasserförderung wurden 10.000 m³ Wasser gefördert. Der Wunsch nach mehr hygienisch einwandfreiem Wasser stieg sprunghaft. Deshalb erfolgte bereits im Jahr 1906 die Verlegung einer zweiten Gußrohrhauptleitung. Sieben weitere Brunnen wurden bis 1911 abgeteuft und ermöglichten eine Gewinnung von 400 m³ Wasser pro Stunde. Das erste Filterhaus mit offenen Filtern wurde 1911 durch eine Anlage zur Ausfilterung von Eisen, Mangan, Schwefelwasserstoff und Kohlensäure in einem geschlossenen Gebäude ergänzt. Der Durchsatz wurde erheblich gesteigert. Gleichzeitig wurde die Wasserförderung auf elektrische Energie umgestellt. Das Wasserwerk konnte zu dieser Zeit bereits rund 500.000 Kubikmeter an Reinwasser im Jahr fördern. Nach und nach wurden neun unbrauchbar gewordene Brunnen durch neue ersetzt.

Der Wasserturm
Der Wasserturm im Hehlentorgebiet feierte im Jahr 2010 bereits seinen 110. Geburtstag.

Er wurde damals 1900 an Celles höchstem Punkt, an der jetzigen Straße „Am Wasserturm”, errichtet und besaß eine Höhe von 32 m. Der Wasserturm diente mit einem Fassungsvermögen von 300 m³ im unteren Behälter der Druckerhöhung und dem Druckausgleich der tiefer liegenden Verbraucher, während er mit einem oberen Behälter von 100 m³ der Druckerhöhung für höher liegende Wasserkunden zur Verfügung stand.

Wassergewinnung und Aufbereitung
Im Wasserwerk Garßen wird Grundwasser aus dem 2. Stockwerk zur Aufbereitung genutzt. Zur Zeit werden 16 Brunnen zur Wasserentnahme herangezogen, 13 sind in der Nähe des Wasserwerks niedergebracht. Die restlichen 3 Brunnen liegen 5 km außerhalb im Gebiet Arloh. Es handelt sich ausschließlich um Vertikalbrunnen. Sie sind bis zu 70 m tief und fördern zwischen 50 und 200 m³/h Wasser.

Das geförderte Rohwasser hat fast Trinkwasserqualität. Rohwasser aus Tiefbrunnen ist häufig sehr sauerstoffarm. Es hat beim Durchfließen der Bodenschichten unter anderem Eisen, Mangan und Kohlensäure gelöst. Diese keineswegs gesundheitsschädlichen Stoffe sind jedoch unerwünscht. Carbonate und Oxyde des Eisens und Mangans können Ablagerungen in den Rohrleitungen bilden und braune Flecken in der Wäsche verursachen. Das Wasser wird deshalb in der Trinkwasseraufbereitung von Eisen und Mangan befreit.

Aktuelle Trinkwasseranalyse für das Wassernetz im Stadtgebiet Celle

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